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  • AutorenbildProf. Dr. Armin Wöhrle

Dominanz bei Katzen

Der Beitrag handelt überwiegend von Katern, was zu erwarten ist, aber er endet mit einem Rätsel, dem ich in meinem Buch nachzugehen suche, denn eine für viele Jahre prägende und die Katzenmeute stabilisierende Dominanz ging von einer Kätzin aus.


Auf dem Titel sehen wir den "bösen" Kater Carlo. Ich wählte ihn aus, weil er so einen massiven und dominanten Eindruck macht. Wir dachten, mit ihm hätten wir die schlimmsten Überfälle und Kämpfe erlebt. Aber es kam schlimmer.

Bei den Kämpfen zwischen Katern ist am Ende manchmal klar, wer der Stärkere ist und es stellt sich eine Rangordnung her. Aber das kann sich auch wieder ändern.


Bela hatte Angst vor den zwei fremden Katern, die plötzlich auf dem Hof erschienen und um Essen bettelten. Er bekam kahle Stellen im Fell. Die Tierärztin meinte, das könne aufgrund von Stress sein, weil er sich da ständig leckte. Und tatsächlich wurde es besser, als sich Athos (einer der fremden Ka-ter) den Fuß verstaucht hatte und Bela ihn bezwang. (Die nachfolgenden Bilder stammen aus mehreren Kampfsituationen, zeigen aber, dass Bela Sieger blieb.)
















Das sind relativ harmlose Kampfszenen gegenüber denen, die wir zuvor mit Willi erlebt hatten. Willi griff alles und jeden an, auch uns. Und besonders musste Giorgio unter ihm leiden.


Giorgio wollte als alter Kater eigentlich nur seine Ruhe. Aber er konnte sich halt immer nur schwer entscheiden. Und so stand er halt herum und Willi, der agile und schnelle, betrachtete das schon als Widerstand, wenn Giorgio nicht schnell verschwand. Wenn sie dann kämpften, musste Willi auch einstecken, denn der alte Recke Giorgio verpasste ihm dann auch mal eine, was man an den weißen Haaren feststellen konnte, die nachher herumlagen. Die Hierarchie war allerdings längst geklärt und die folgenden Kämpfe brachten uns nur Tierarztrechnungen ein.

Das Titelbild zeigt einen andere schlimmen Kater, genannt der "böse" Kater Carlo. Der hatte eine völlig neue Strategie eingeführt: Er überraschte andere Katzen offensichtlich meist in der Nähe des Teichs so, dass sie nur die Möglichkeit zur Flucht ins Wasser hatten. Da mussten einige das Schwim-men lernen. Das nachstehende Bild zeigt Josi, wie sie sich klatschnass auf einen Baum geflüchtet hat. Aber das wurde von anderen kopiert. In der Zeit schlichen sich auch unsere Lieben an andere so an, dass sie erschreckt ins Wasser sprangen. Ich habe zumindest Bulli dabei beobachtet. Nachdem Carlo nicht mehr kam verschwand auch diese Mode wieder.

Neben den kämpferischen Situation des Kräftemessens gibt es die alltäglichen Situationen, in denen sich Dominanz zeigt. Die folgenden Bilder zeigen, wie man als Katze dabei Konfrontationen entgeht.

Wir kommen vom Spaziergang zurück. Bulli und Heidi sind mit mir schon vorgegangen. Giorgio stockt mal wieder und braucht seine Zeit. Farin traut sich nicht an ihm vorbei und geht den un-bequemen Weg.

Dasselbe nochmals mit Katzendamen, denn da gibt es ja auch eine Hierarchie.

Bulli will an Momo vorbei, aber das ist ihr zu riskant. Sie geht lieber einen Umweg.

Nachdem ich anfänglich von den Katern berichtet habe und jetzt auf die Kätzinnen umschwenkte, nähere ich mich einem für mich besonders spannenden Thema, das die Dominanz von Katzen, also den weiblichen Vertreterinnen der Spezies betrifft.

Wir hatten da eine ganz besondere. Die Momo, meine erste Katze überhaupt, aber auch eine, die bis heute Rätzel aufgibt. Ich recherchierte in den wissenschaftlichen Studien und fand Hinweise, dass es ein Matriarchat bei Katzengemeinschaften gibt. Was ich in meinem Buch als "eingependelten Zu-stand" beschreibe, führe ich auf ihr Dasein zurück. Genaueres zu den Beobachtungen und zum wissenschaftlichen Hintergrund ist dort nachzulesen.





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